Die Preise für Ersatzteile kennen seit Jahren nur eine Richtung: nach oben. Knappe Rohstoffe, teurer Strom und anhaltende Lieferengpässe treiben die Preise zusätzlich in die Höhe.

Als 2020 die Lieferketten auf Grund der Coronapandemie zusammenbrachen, wurden Ersatzteile knapp. Zwar ist der Warentransport mittlerweile „pandemiesicher“ organisiert, jedoch sorgen Containerknappheit, hohe Preise für Rohstoffe und teuer Strom auch weiterhin für stetig steigende Ersatzteilpreise.

 Die Meldungen von fehlenden Chips, die ganze Fertigungsstraßen bei den Fahrzeugherstellern stillstehen lassen, sind dabei nur die Spitze des Eisberges. Weil überall die Transportkapazitäten knapp sind, Energie und Treibstoffpreise in die Höhe schießen, verteuern sich auch Rohstoffe wie Stahl, Aluminium und Kupfer, die für die Herstellung von Ersatzteilen unabdingbar sind.

Transportbranche gleich doppelt betroffen

So vermeldet Trailerhersteller Krone, die Ersatzteile in einigen Produktgruppen anpassen zu müssen, weil die bereits eingepreisten Teuerungen nicht mehr ausreichen. Besonders in der Transportbranche geht es aktuell heiß her: Die Kapazitäten fehlen an allen Ecken und Enden, Fahrer werden händeringend gesucht. Gleichzeit wird Dieselkraftstoff immer teurer, nun auch die Ersatzteile für Trailer und Zugmaschine. Dass eine solche Preisrallye nicht ohne Folgen bleibt, ist absehbar: Transportkosten werden zumeist eins zu eins an den Endkunden weitergereicht, es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Teuerungswelle durchschlägt.

Der Branchenverband der deutschen Versicherer (GDV) hat bereits vor wenigen Wochen eine Auswertung zum Thema Ersatzteilepreise veröffentlicht. So stiegen diese besonders stark um 3% stärker als die Inflation – Kosten, die sich auch auf alltäglichen Produkten später wiederfinden. Es bleibt abzuwarten, ob und vor allem wann sich die Lage auf dem Ersatzteilmarkt wieder stabilisiert.

Quelle: AMZ

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